Paddeln in der Gemeinschaft – Spaß und Gefahr

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Beim  gemeinschaftlichen Paddeln ist es ähnlich wie bei einer Radtour: Nicht alle Teilnehmer sind gleich fit, gleich alt und gleich erfahren. Während bei einer Radtour die Fitteren immer vorne fahren und auf die anderen warten müssen, sind die Kanuten eher auf gleicher Höhe, trotzdem ist das unterschiedliche Niveau der Teilnehmer ein Risikofaktor.

Selbstüberschätzung:

Beim Sport ist jeder schnell dabei, seine Fähigkeiten zu überschätzen. Das kann immer gefährlich werden. Wenn du fremde Leute mitnimmst, schau sie dir vorher genau an und teste sie ein wenig. Wenn die Tour wirklich anspruchsvoll wird, musst du sogar vorher mal mit ihnen auf dem Wasser gewesen sein. Hierfür eignen sich bestimmte Übungen in einem Hallenbad, die jeder Kanuverein anbietet. Jeder Teilnehmer sollte die Eskimorolle beherrschen und den Wiedereinstieg, der ja sogar schwieriger ist.

Schwache Teilnehmer überfordern

Wie bei einer Radtour, kann es sein, dass die Schwächeren schnell an ihre Grenzen stoßen. Dann sollte man sie nicht zwingen mitzuhalten. Es ist wichtig, dass die Pausen auf die schwächsten Teilnehmer hin eingeplant werden. Während der Tour muss man bei ihnen immer mal nachfragen. Nicht das Tempo der Profis übernehmen! Es sollte eh am besten pro Tour nur ein schwacher Teilnehmer dabei sein.

Rücksicht – jeder auf jeden

Die unerfahrenen Teilnehmer sollen genauso Rücksicht auf die erfahreneren nehmen. Sie werden ja durch die Neuen gebremst. Als Anfänger sollte man gut vorbereitet auf die Tour gehen und vorher alles erfragen, nicht erst wenn man unterwegs ist. Es muss  ganz klar sein, was auf den Anfänger zukommt.

Kenterungen miteinplanen

Kenterungen gehören zum Kajakfahren dazu, aber auch als Kanufahrer sollte man immer mit Kentern rechnen und kein Drama drausmachen. Jeder Teilnehmer sollte darauf vorbereitet sein und damit rechnen, baden zu gehen! Jeder muss über Lenzmethoden und verschiedene Wiedereinstiegsarten Bescheid wissen und sie auch erprobt haben.

Teamwork

Auf dem Wasser ist man ein Team, auch wenn man sich sonst vielleicht nicht ausstehen kann oder schnell merkt, dass dem so ist. Man geht am besten niemals mit Leuten auf das Wasser, die sich vorher nicht ein wenig kennengelernt haben, besonders nicht aufs Meer. In Gruppen, die meist 3-4 Kajaks umfassen, sollte immer wenigstens ein sehr erfahrener Kanute dabei sein und führen. Dieser sollte natürlich respektiert werden. Widersetzt sich auch nur einer dem Erfahrenen, gefährdet das die ganze Gruppe. Bei harmlosen Touren muss man das nicht so eng sehen, aber Rufweite sollte immer bestehen. Nicht davonpaddeln! Aber auch nicht hintenanhängen.

Zeichensprache

Auf dem Wasser kann es laut werden oder die einzelnen Teilnehmer können am Sprechen behindert sein oder zu weit entfernt. Besonders auf dem Meer sollte man Signale vereinbaren. Das können auch Töne sein.

Quelle: www.kanu.de
Quelle: www.kanu.de

Am Fahrtenleiter orientieren, nicht am Ziel

Während der Tour muss jeder flexibel bleiben. Es geht nicht darum, die Tour fest einzuhalten, sondern darum, sich den Gegebenheiten, Wetter und Umweltbedinungen anzupassen. Das Tempo auch immer an diesem orientieren.

Keine „Rebellion“ unterwegs

Es ist zu gefährlich unterwegs die Kompetenz des Fahrtenleiters in Frage zu stellen. Alles sollte vor der Tour geklärt sein. Es geht auf dem Wasser nicht um Demokratie, sondern um Sicherheit. Probleme untereinander kann man an Land besprechen, ernsthafte Streitigkeiten lenken zu sehr ab und gefährden alle Teilnehmer.

Rotation

Sind mehrere Kanuten erfahren, so können sie sich in der Führung abwechseln, das sollte aber vorher geklärt werden.

Ängste

Ängste können bei den Teilnehmern immer mal aufkommen, besonders auf dem Meer. Bekommt einer Panikattacken müssen andere auf ihn achtgeben und betreuen. Die Teilnehmer sollten vorher genau beobachtet werden, ob sie eher ängstlich sind.

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