Kleine Geschichte des Kanus

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Das Wort Kanu stammt aus dem Spanischen. ‚Canoa‘ heißt Einbaum. Die ersten Kanus wurden ganz einfach aus einem einzigen Baumstamm geschnitzt. Natürlich gehen Naturvölker auch heute noch so vor.
Im deutschsprachigen Raum werden alle Boote, die mit Paddeln bewegt werden Kanus genannt. Darunter fallen auch Kajaks und Kanadier. Ruderboote aber fallen nicht unter diese Rubrik, denn ihre Paddel sind fest montiert. Außerdem rudert man meist mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Das ist bei Paddelbooten nicht der Fall.

Erste Einbaumboote um 6000 v. Chr.

In Schottland wurden die ersten Einbaumboote gefunden. Das sogenannte Ur-Kanu datiert wird dem 4. Jahrtausend v. Chr. zugeordnet. Es wurde am Euphrat entdeckt. Doch gelten die Einbaume streng genommen nicht als Vorläufer der heutigen Kanus, sondern die Boote der Eskimos, der Inuit. Diese fertigten die Boote aus Rinde, Knochen und Tierhaut und natürlich Holz.
Von hier stammen auch die Kanadier, die geschlossenen Kanus. Kanadier bewegt man mit einem Stechpaddel, je nach Modell auch im Knien. Kajaks mit Doppelpaddel und im Sitzen.

Die ersten Kanus in unserem Zeitalter

Um 1500 hört man zum ersten Mal vom Kajak der Eskimos. Sie konnten so ihre auf der Jagd erlegte Beute übers Wasser transportieren. Diese Boot waren so robust und kippfest, dass sie sich in der Antarktis bewährten.
1869 gab es das erste Patent für ein zerlegbares Kanu in den Vereinigten Staaten. Dieses konnte man transportieren und musste es nicht am Ufer lagern. Ein Deutscher, Alfred Heurich meldete schließlich das Patent für ein Faltboot an, 1906. So begann die Geschichte der berühmten Rosenheimer Klepper Faltboote.
1960 kam das erste GfK Kunststoffboot auf den Markt. Diese Boote überzeugten durch eine besondere Robustheit und konnten so auch im alpinen Kajaksport eingesetzt werden.
Der beste Kajakfilmer der Welt, Hans Memminger unternahm mit einem solchen Boot 1976 eine gefährliche Tour durch den Himalaya.
1977 kommt das erste PE Kajak auf den Markt, aus den USA.
1978 entwickeln die Deutschen das berühmte K3 Modell, das erstmalig unzerstörbar war und daher auch sehr rauen Gewässern standhalten konnte. Eine echte Sensation.
1980 entwickelte die deutsche Firma Prijon ein Kajak, das im Blasverfahren hergestellt wurde, das Modell Taifun. Mit diesen Booten konnte der Wildwassersport neue Dimensionen erklimmen.
1981 folgten Kunststoff Kanadier aus den USA.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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